
26.3.2025 | Die Stadt Quickborn und die Fraktionen der Quickborner Ratsversammlung fordern nachdrücklich die unverzügliche Errichtung einer Bahnübergangs- und Straßensicherungsanlage (BÜSTRA) an der Kreuzung Bahnstraße/Buchenweg am Bahnhof Tanneneck in Ellerau. Zahlreiche Gutachten und Untersuchungen – einschließlich der Ingenieure der AKN – belegen eindeutig, dass es keine Alternative zu dieser Maßnahme gibt, wie die Stadt in einer Pressemeldung deutlich macht. Für Stadt und Politik steht dabei die Sicherheit insbesondere der vielen Schulkinder, aber auch aller anderen Fußgängerinnen und Fußgänger, die den AKN-Bahnhof Tanneneck täglich nutzen, an oberster Stelle.
Bereits 2020 hatte die Gemeinde Ellerau dem Bau der BÜSTRA zugestimmt. Die Finanzierung war bereits zu diesem Zeitpunkt gesichert. Durch eine zwischenzeitliche Änderung des
Eisenbahn-Kreuzungsgesetzes müssten die Kommunen heute nicht einmal mehr eigene Mittel aufbringen – das Land Schleswig-Holstein und die AKN übernehmen sämtliche Kosten in Höhe von 2,3 Millionen
Euro. Trotz dieser Gelegenheit hat die Gemeinde Ellerau ihre Zustimmung zurückgezogen und blockiert den Bau.
„Einzig Ellerau stellt sich quer“, kritisiert Quickborns Bürgermeister Thomas Beckmann. „Die Finanzierung ist geregelt, die Fördermittel stehen bereit und die Schulkinder müssend dringend
geschützt werden. Bis auf Ellerau sind sich alle Akteure einig, dass der Bau schon morgen losgehen könnte und sollte.“
Sowohl der Kreis Segeberg als auch die Experten der AKN haben sich mehrfach klar positioniert: Die bereits vollständig durchgeplante BÜSTRA ist die einzig sinnvolle Lösung zur Sicherung des
Bahnübergangs. Verkehrsanalysen belegen, dass eine andere Lösung nicht umsetzbar ist. Die AKN hat zudem deutlich gemacht, dass sie nach Abschluss der Elektrifizierung der Bahnstrecke im Zuge des
S5-Ausbaus keine Beteiligung an einem späteren Umbau mehr übernehmen wird – dann müssten Quickborn und Ellerau sämtliche Kosten allein tragen.
Die offizielle Begründung der Gemeinde Ellerau – veraltete Verkehrszahlen und angeblich lange Wartezeiten – steht in direktem Widerspruch zu den Erkenntnissen der Fachleute. Daher stellt sich die
Frage, warum Ellerau den Bau tatsächlich blockiert.
Quickborns Bürgermeister Thomas Beckmann: „Sicherheit darf keine Verhandlungsmasse sein. Anstatt ein durch das Oberverwaltungsgericht gestopptes Bauvorhaben zu schützen, sollten Schulkinder,
Fußgängerinnen und Fußgänger geschützt werden. Aktuell gibt es keine Möglichkeit, die vielbefahrene Bahnstraße an der komplexen Kreuzung sicher zu überqueren. Die Frage ist nicht, ob es hier zu
schlimmen Unfällen kommt, sondern wann.“
Die Stadt Quickborn appelliert daher eindringlich an die Verantwortlichen in Ellerau, ihrer Pflicht zur Gefahrenabwehr nachzukommen. Zahlreiche betroffene Eltern und Verkehrsteilnehmende fordern
ebenso eine sofortige Zustimmung zum Bau der Bahnübergangs- und Straßensicherungsanlage.
„Es gibt keine sachlichen Gründe mehr, dieses Projekt weiter zu verzögern“, so Bürgermeister Beckmann. „Quickborn hat alles getan, um die Anlage zu ermöglichen. Wenn jetzt etwas
passiert, trägt die Gemeinde Ellerau die Verantwortung.“
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Anwohner (Donnerstag, 27 März 2025 14:21)
Bitte generiert eine Einbahnstraße mit beidseitigem Fahrradweg, Bäumen und Tempo 30 aus der Bahnstraße. Es ist eine reine Frage der Zeit, bis es an diesem Bahnübergang bzw. der gesamten Bahnstraße zu einem oder mehreren schweren Unfällen kommt.
R.Morales (Donnerstag, 27 März 2025 18:22)
Danke für den Einsatz. Unfassbar. Jede Gefährdungsbeurteilung kommt zu dem Schluss.